13/02 2012

Vorsicht Fahrerflucht

Vorsicht Fahrerflucht

Was Sie im Falle einer Kollision beachten sollten

Peter J. Korthaus

Peter J. Korthaus

Immer häufiger werden uns Fälle vorgelegt, in denen ältere Menschen wegen eines Unfalles und teilweise auch wegen einer daraufhin erfolgten Verkehrsunfallflucht in den Verdacht geraten, nicht mehr fahrtüchtig zu sein und ihren Führerschein abgeben zu müssen.

Aus diesem Grunde sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass bei dem kleinsten Verdacht, dass man einen anderen Pkw berührt hat, anzuhalten ist. Man sollte sich mit dem Fahrer des anderen Fahrzeugs verständigen, diesen notfalls (bei Parkplatzunfällen) ermitteln und, wenn dies nicht gelingt, die Polizei hinzuziehen. Nur so begegnen Sie dem Vorwurf der Verkehrsunfallflucht, der allzu häufig den Beginn des Endes Ihrer Fahrerlaubnis einläutet.

Meist wird dem Unterzeichner dann von den älteren Menschen erklärt, sie hätten das Unfallgeschehen gar nicht bemerkt.

Wenn denn bei einem Verkehrsunfall die Polizei den Eindruck hat, die Fahrtüchtigkeit sei nicht mehr gegeben, leitet die Polizei diese Erkenntnis an die Führerscheinstelle weiter. Die Führerscheinstelle ist dann gehalten, diesem Verdacht nachzugehen, um sicherzustellen, dass Personen, die am Straßenverkehr nicht mehr teilnehmen können, dies auch nicht mehr dürfen. Es ist aber in aller Regel ein probates Mittel, sich ärztlich untersuchen zu lassen und sich vom Arzt die Fahrtüchtigkeit bescheinigen zu lassen.

Wenn dann noch der Unfallverursacher eine Fahrschule aufsucht, um mit einem Fahrlehrer drei Stunden Praxistest durchzuführen und ihm von der Fahrschule denn auch bestätigt wird, dass er mit seinem Pkw noch ordnungsgemäß am Straßenverkehr teilnehmen kann, können Sie in aller Regel damit rechnen, dass Sie bei der Führerscheinbehörde auf Verständnis stoßen werden.

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